Zwischen Trend und Verantwortung: Jugendliche beschäftigen sich mit Fast Fashion

mit KI generiert

Die 10. Klassen besuchten in Neumarkt die Vortragsreihe „Schule – Hochschule – Gesellschaft: Deine Zukunft. Deine Welt. Checkst du?“ am Ohm Sustainability Campus der Technischen Hochschule Nürnberg. Unter dem Titel „Ultra Fast Fashion – ein Trend mit Folgen“ informierte Referentin Frau Kathrin Kimmich, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Neumarkt i.d.OPf., über die Auswirkungen der schnelllebigen Modeindustrie. Im Vortrag wurde deutlich, dass extrem günstige Kleidung oft auf Kosten der Menschen entsteht, die sie herstellen. In den Produktionsländern arbeiten viele Beschäftigte unter schwierigen Bedingungen und für niedrige Löhne; auch Kinderarbeit ist ein Thema. Während Fast Fashion regelmäßig neue Kollektionen auf den Markt bringt, erscheinen bei Ultra Fast Fashion täglich Tausende neue Modelle. Auch für die Umwelt hat der Trend Folgen: Bei der Herstellung kommen teils

giftige Chemikalien und große Mengen an Rohstoffen zum Einsatz. Weggeworfene Kleidung belastet die Umwelt, und beim Waschen synthetischer Textilien kann Mikroplastik freigesetzt werden. Außerdem ging es darum, wie Werbung und soziale Medien gezielt Kaufimpulse auslösen und wie Marken durch Greenwashing nachhaltiger wirken können, als sie tatsächlich sind. Die Schülerinnen und Schüler nahmen viele neue Erkenntnisse zum Thema „Fast Fashion“ mit und konnten zugleich einen Eindruck davon gewinnen, wie ein Hörsaal von innen aussieht. Der Vortrag zeigte auch praktische Möglichkeiten für den Alltag: Kleidung bewusster auswählen, reparieren, Secondhand-Angebote nutzen oder eine Kleidertauschparty organisieren. So erhielten die Jugendlichen Anregungen, Werbeversprechen kritisch zu prüfen und ihren eigenen Kleidungskonsum nachhaltiger zu gestalten. (KSch)