Eine Zeitreise – Schule früher im Schulmuseum erleben
Wie sah Schule eigentlich früher aus? Dieser spannenden Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen bei ihrem Besuch im Schulmuseum nach. Schon beim Betreten des historischen Klassenzimmers fühlten sich die Kinder in eine andere Zeit versetzt. Sie erfuhren viel über den Schulalltag vergangener Generationen, lernten alte Unterrichtsmaterialien kennen und durften sogar das deutsche Alphabet in der damaligen Schreibweise auf einer Schiefertafel ausprobieren. Besonders beeindruckend waren die vielen strengen Regeln, die früher im Unterricht galten. Die Kinder erfuhren, dass sie sich nur nach einer ganz bestimmten Meldeordnung zu Wort melden durften, stets gerade sitzen, aufmerksam zuhören und leise sein mussten. Anschließend lernten sie auch die harten Bestrafungen kennen, die bei Regelverstößen angewendet wurden. Dass Schülerinnen und Schüler für kleine Fehler körperlich bestraft wurden, konnten sich viele kaum vorstellen. Noch verwirrender war, dass sich die Kinder nach der Bestrafung beim Lehrer für die „Erziehungsmaßnahme“ auch noch bedanken mussten. So wurde deutlich, wie sehr sich Schule im Laufe der Zeit verändert hat. Spannend waren auch die Erzählungen über Lehrer, die damals mit großer Leidenschaft Naturgegenstände und tote Tiere sammelten und für den Unterricht konservierten. So konnten die Kinder unter anderem in Alkohol eingelegte Schlangen bestaunen. Außerdem erfuhren sie, wie Skelette von Tieren entstanden: Tote Vögel wurden auf einen Ameisenhaufen gelegt, damit die Ameisen das Gewebe entfernten und schließlich nur noch die Knochen übrigblieben.
Der Besuch machte Geschichte anschaulich und zeigte den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll, wie sehr sich die Schule heute von der Schule früher unterscheidet – zum Glück. Mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Geschichten kehrten alle wieder in die Gegenwart zurück. (aj/bl)






